Geschichte der Sportschule in Seibersbach

 
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Die enge Beziehung des Sportbunds Rheinhessen mit Seibersbach reicht bis 1954 zurück. In diesem Jahr hat der Sportbund zum ersten Mal eine 4wöchige Jugendfreizeit in Seibersbach organisiert. Der Wald, das Schwimmbad, der Bach, die gute Luft, persönliche Kontakte von Mitgliedern des Sportbund-Vorstands mit der Seibersbacher Familie Becker und die guten Möglichkeiten der Versorgung durch die Seibersbacher Gastronomie waren wichtige Gründe, den Kindern und Jugendlichen eine Sport- und Ferienfreizeit in Seibersbach zu ermöglichen.

Durch die enge persönliche Bekanntschaft des Waldlaubersheimer Lehrers Ries, der im Vorstand des Sportbunds engagiert war, mit der Familie Becker, die in Seibersbach Landwirtschaft und mit dem Gasthaus „Zur Alten Post“ auch Gastronomie betrieb wurde der Sportbund auf Seibersbach aufmerksam. Die Vorteile Seibersbach wurden überzeugend dargestellt und die Entscheidung für Seibersbach dadurch begünstigt, dass die Familie Becker eine ihrer Flächen für das Zeltlager zur Verfügung stellte.

Die Ferienfreizeit des Sportbundes Rheinhessen kam bei den Jugendlichen und Verantwortlichen sehr gut an, wurde in den Folgejahren wiederholt und sowohl zeitlich als auch um weitere Angebote wie Sport- und Lehrgangsleiterlehrgänge erweitert. Ende der 50er Jahre reifte beim Sportbund der Entschluss, mit einem wetterfesten und dauerhaft nutzbaren Standort in Seibersbach präsent zu sein. Mit tatkräftiger Seibersbacher Unterstützung der Familie Becker wurde in Mainz eine alte Holzhalle, die dort nicht mehr gebraucht und dem Sportbund überlassen wurde, abgebaut, nach Seibersbach transportiert, hier kurz zwischengelagert bis das Betonfundament gegossen war und dann hier aufgebaut.

Anfang der 60er Jahre stellte sich für den Sportbund die Frage, ob sie in Seibersbach dauerhaft feste Strukturen schaffen und den Standort für Freizeiten und Lehrgänge zu einer Sportschule ausbauen sollte. Seibersbach kam dem Sportbund hierbei sehr entgegen, etwa indem die Familie Becker ihr Grundstück für einen symbolischen Preis an den Sportbund abtrat und sich verpflichtete, für die zuverlässige und gesunde Verpflegung der Sportschul-Gäste, der Trainingsteilnehmer und der Ferienfreizeiten zu sorgen – was für das Gasthaus „Zur Alten Post“ natürlich ein lukratives Geschäft war. Gleichzeitig konnte sich der Sportbund hierdurch darauf konzentrieren, solide Unterkünfte zu errichten ohne gleichzeitig in eine Küche und Kantine investieren zu müssen.

Das entstehende gemauerte Gebäude der Sportschule wurde so ausgelegt, dass es jederzeit erweitert werden konnte. Schrittweise kamen weitere Stockwerke und Bauabschnitte hinzu, so dass sich die Sportschule in Seibersbach Schritt für Schritt weiterentwickeln konnte.

Als vorerst letzter Bau wurde 2009 eine moderne Mensa errichtet, die auch als Tagungs- und Schulungsraum verwendet werden kann und so beste Voraussetzungen dafür bietet, dass die Sportschule auch weiterhin ein erfolgreicher Standort für Lehrgänge und Trainingsaufenthalte für Sportler sein wird.

 

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